Capoeira ist eine Mischung aus Kampfsport und rhythmischer Bewegung, die vor etwa 400 Jahren auf den Zuckerrohrplantagen Bahias von schwarzen Sklaven als Ausdruck des Widerstandes und zur Verteidigung entwickelt wurde.
Die drei Hauptelemente des Capoeira sind Kampftechniken, Musik und rhythmische Bewegung. Zum Rhythmus von Berimbau (einem afrikanischen Bogeninstrument), Konga, Trommeln und Schellentamburin bewegen sich die Capoeiristas in der "Ginga". Die Kämpfer sind in ständiger Bewegung. Die Ginga ist ein Wiegeschritt (zugleich Kampfrhythmus!), der zum Rhythmus der Musik ausgeführt wird. Jeder Capoeirista hat seinen eigenen Rhythmus. Aus dieser Ginga werden Kampftechniken und akrobatische Bewegungen ausgeführt, wobei kaum zu unterscheiden ist, ob es sich um tanzen oder kämpfen handelt. Capoeira wird locker und leicht ausgeführt, ist aber auch als Kampfpraktik sehr effektiv.
Capoeira wird neben asiatischen Kampfsportarten immer beliebter, denn neben der Energie des Kampfes bietet Capoeira vor allem eines: Brasilianischen Rhythmus in Musik, Gesang und Bewegung.
